Frankenthal: Nach Tod eines Arbeiters – Ermittlungen gegen Bauleiter und Architekten

Wegen eines tödlichen Arbeitsunfalls in einem Rohbau in Frankenthal wird gegen die beiden Fachbauleiter und den Architekten ermittelt. Das sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Hubert Ströber, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag auf Anfrage. Der Vorwurf laute auf Verdacht der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Baugefährdung.

Am 14. Februar war ein 33 Jahre alter Arbeiter ums Leben gekommen, als in dem Rohbau eine Zwischendecke einstürzte. Zwei andere Arbeiter wurden verschüttet und schwer verletzt. Sechs Männer blieben unverletzt. „Das Sachverständigengutachten hat ergeben, dass eine Änderung des planmäßigen Bauablaufs ursächlich ist“, sagte Ströber. Nach seinen Angaben war ursprünglich geplant, ein Traggerüst zu errichten, damit die Decke eingebaut werden könne. Stattdessen sei aber eine Hilfskonstruktion aufgebaut worden, die nicht steif und fest genug gewesen sei. Die beiden Fachbauleiter, die auch Bauherren sind, und der Architekt hätten jetzt Gelegenheit, über ihre Verteidiger Stellung zu nehmen, sagte Ströber.(mf/lrs)