Frankenthal: Nachbarin getötet und in Wohnung versteckt – Angeklagte muss in Psychiatrie

Sie tötete eine Nachbarin, bewahrte die Leiche zwei Monate lang in ihrer Wohnung auf und verletzte eine
weitere Nachbarin schwer – nun muss eine Frau aus Ludwigshafen in die Psychiatrie. Das Landgericht Frankenthal kam am Montag zu dem Schluss, dass die 56-Jährige psychisch krank ist und dass ihre
Steuerungsfähigkeit während der Taten beeinträchtigt oder möglicherweise ganz aufgehoben war. Sie sei deshalb auch vom Vorwurf des Mordes und des versuchten Mordes freizusprechen.
Die Richter folgten damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Diese hielt es zwar für erwiesen, dass die Frau in einem Mehrfamilienhaus eine Nachbarin angriff und erstickte und eine andere verletzte. Der
Gutachter ging aber davon aus, dass sie zur Tatzeit wegen einer psychischen Erkrankung schuldunfähig gewesen sei, sagte Oberstaatsanwältin Doris Brehmeier-Metz. „Wenn Sie nicht schuldfähig war, ist sie freizusprechen.“ (dpa/lrs)

Wir berichten am Abend ausführlich in RNF Life über den Prozesstag am Landgericht Frankenthal.