Frankenthal/Neustadt: Lange Haft nach Angriff mit Molotow-Cocktails – Therapie in Psychiatrischem Krankenhaus angeordnet

Der Angriff mit Molotow-Cocktails auf Vollstreckungsbeamte und Feuerwehrleute in Neustadt ist fürs Erste juristisch aufgearbeitet. Der 65-jährige Angeklagte muss unter anderem wegen versuchten Mordes und besonders schwerer Brandstiftung siebeneinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Frankenthal ordnete die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an, weil der Angeklagte einem Gutachten zufolge unter einer schweren Persönlichkeitsstörung leidet. Als vor acht Monaten seine Wohnung zwangsgeräumt werden sollte, warf er brennendes Benzin auf zwei Männer des Ordnungsamtes sowie Einsatzkräfte der Feuerwehr. Die Staatsanwaltschaft forderte neun Jahre Haft. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch – mit der Bedingung, dass sich der 65-Jährige einer Therapie unterzieht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (mho/dpa)