Frankenthal: Plädoyers im „Babymord“ – Prozess – lange Haftstrafen gefordert

Für den mutmaßlichen Babymörder von Frankenthal forderte die Staatsanwaltschaft 15 Jahre Haft, die Nebenklage eine lebenslange Freiheitsstrafe. Beide sahen einen Mord aus niedirgen Beweggründen als bewiesen an. Sowohl die Oberstaatsanwältin als der auch der Vertreter der Nebenklage sahen aufgrund des Drogenkonsums des Angeklagten eine verminderte Schuldfähigkeit. Allerdings habe der mittlerweile 35-Jährige wissen müssen, wie er auf Drogen reagiert. Er soll Pfingsten 2016 sein damals zwei Monate altes Baby Senna vom Balkon geworfen haben. Das Kind starb noch am Tatort. Außerdem soll er die Mutter des Babys, ein weiteres Kind sowie einen Zeugen mit einem Messer schwer verletzt haben. Die Plädoyers wurden unter Ausschluß der Öffentlichkeit gehalten, der Verteidiger des Angeklagten kommt am kommenden Freitag zu Wort. Ein Urteil wird am 17. Mai erwartet. feh