Frankenthal: Plädoyers im Prozess nach BASF-Unglück – Staatsanwalt für Bewährungsstrafe – Nebenklage fordert zweieinhalb Jahre

Im Prozess um die Gasexplosion bei der BASF im Oktober 2016 fordert der Staatsanwalt eine Freiheitsstrafe von einem Jahr für den Angeklagten. Diese könne zur Bewährung ausgesetzt werden. Der Verteidiger plädierte auf Freispruch, die Anwälte der Nebenkläger sprachen sich für zweieinhalb Jahre Haft aus. In dem seit Februar laufenden Prozess muss sich ein 63 Jahre alter Schweißer verantworten, weil er eine falsche Leitung angeschnitten haben soll. Dies habe die verheerende Explosion ausgelöst. Der Staatsanwalt sprach von Augenblicksversagen. Der Verteidiger sagte, das Unglück sei nur durch mangelhafte Sicherheitsmaßnahmen und eine unzureichende Rohrisolierung möglich gewesen. Der Nebenklage-Anwalt kritisierte die Forderung der Staatsanwaltschaft als
unangemessen niedrig. Das Urteil könnte am 27. August fallen. (mho/dpa)