Frankenthal: Prozess um Mord im Heim: Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft

Im Prozess um zwei mutmaßliche Morde und einen Mordversuch in einem Seniorenheim in Lambrecht hat
die Staatsanwaltschaft lebenslange Freiheitsstrafen für die drei Angeklagten gefordert. Zudem sieht die Oberstaatsanwältin in allen drei Fällen eine besondere Schwere der Schuld, wie sie später aus ihrem unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor dem Landgericht Frankenthal am Mittwoch gehaltenen Plädoyer zitierte. Dann wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen. Die Angeklagten – eine 27-jährige Frau und zwei Männer im Alter von 25 und 49 Jahren – stehen seit September vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft wirft der ehemaligen Pflegerin und den Pflegehelfern vor, Bewohner bestohlen, gequält und in zwei Fällen getötet zu haben. Der 25-Jährige soll Ende 2015 eine 85-Jährige erstickt haben. Ein weiteres Opfer sollen die beiden Männer umgebracht haben. Hinzu kommt ein Mordversuch, der allen drei zur Last gelegt wird. Die Staatsanwältin forderte für den 25-jährigen und die 27-jährige Angeklagte auch ein lebenslanges Berufsverbot, für den 49-jährigen Mitangeklagten ein Berufsverbot von fünf Jahren. Die Verteidiger werden ihre Plädoyers voraussichtlich am 8. und 20. Juni halten, ebenfalls unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ein Urteil könnte dann am 26. Juni fallen. (dpa/cal)