Frankenthal: Prozess um mutmaßliche Morde an Unternehmern geht weiter

Mit Spannung wird heute die Fortsetzung im Prozess um die mutmaßliche Entführung und Ermordung zweier Geschäftsleute in der Pfalz erwartet. Auf der Anklagebank des Landgerichts Frankenthal sitzen zwei 38 und 49 Jahre alten Türken aus Ludwigshafen sowie eine 43-jährige Deutsche mit türkischen Wurzeln aus Stuttgart. Sie sollen die Geschäftsleute entführt, erpresst und nach der Zahlung von Geld erdrosselt haben. Bevor die Anklage verlesen werden kann, muss das Gericht sich zu der Frage äußern, ob die Kammer vorschriftsmäßig besetzt ist. Bei dem turbulenten Prozessbeginn im Oktober hatte die Pflichtverteidigerin des 49-Jährigen bemängelt, die Besetzung eines Ergänzungsrichters und einer Ergänzungsschöffin sei nicht korrekt abgelaufen. Dann hatte ihr Mandant beantragt, wegen fehlenden Vertrauens zu der Frau von einem anderen Anwalt verteidigt zu werden. Um heute Tumult im Gerichtsgebäude zu vermeiden, sollen nur so viele Zuschauer eingelassen werden, wie auch in den Gerichtssaal passen. Theoretisch könnten sich die Angeklagten zu den Vorwürfen äußern. Laut Staatsanwaltschaft hatten die Jüngeren eine Beteiligung an den Entführungen zugegeben, die Morde aber im Wesentlichen dem Älteren zur Last gelegt. Er soll alle Vorwürfe bestritten haben. (dpa/lrs/asc)