Frankenthal: Prozess um mutmaßliche Morde im Altenheim fortgesetzt

Der Prozess um zwei mutmaßliche Morde und einen mutmaßlichen Mordversuch in einem Altenheim ist mit sieben
Beweisanträgen einer Verteidigerin fortgesetzt worden. Die Anwältin eines 49 Jahre alten Angeklagten beantragte heute vor dem Landgericht Frankenthal, im Zusammenhang mit dem Tod einer 62 Jahre alten Heimbewohnerin unter anderem erneut einen Sachverständigen sowie einen Mitarbeiter des Heims im pfälzischen Lambrecht zu vernehmen. Unter anderem solle belegt werden, dass die Aussage ihres Mandanten, er habe bei der Frau eine Glucose-Infusion abgestellt, nicht stimme. Der Mandant habe das in einem Whatsapp-Chat nur behauptet. Der Staatsanwaltschaft warf sie vor, sich bei ihren Vorwürfen lediglich an den Chatverläufen zwischen den Angeklagten orientiert zu haben – sie habe die Behauptungen des Chats nicht auf ihren Realitätsgehalt überprüft. Zuvor hatte das Gericht einen Antrag der Verteidigerin auf Aussetzung des Verfahrens abgelehnt. Am Donnerstag stand außerdem das Gutachten des psychiatrischen Gutachters zu den Angeklagten auf dem Programm. Angeklagt sind drei Ex-Mitarbeiter des Seniorenheims, eine Frau und zwei Männer. Sie sollen zu dritt eine 85-jährige Patientin getötet haben, am Tod der 62-Jährigen sollen nur die beiden Männer beteiligt gewesen sein. Allen dreien wird zudem ein Mordversuch an einer 89-Jährigen zu Last gelegt. Ein 25 Jahre alter Angeklagter hat gestanden, die 85-Jährige getötet zu haben. Die anderen beiden haben bestritten, Schuld am Tod der Frauen zu tragen. (dpa/sab)