Frankenthal: Siemens-Werk geht an US-Konzern Colfax

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat den Verkauf des Siemens-Werks Frankenthal an den US-amerikanischen Konzern Colfax begrüßt. Die Standort- und
Beschäftigungsgarantien für drei Jahre und die Zusage, die Tarifbindung beizubehalten, seien „wichtige Signale für die Beschäftigten“, teilte Dreyer am Donnerstag mit. Colfax übernimmt das Werk in Frankenthal für rund 195 Millionen Euro. Ursprünglich wollte Siemens das Werk zerschlagen und einen Teil der Produktion nach Tschechien verlagern. Das Unternehmen einigte sich mit dem Betriebsrat aber schließlich darauf, den Standort als Ganzes zu verkaufen. „Im Zuge des Verkaufs wird es am Standort Frankenthal keinen weiteren Stellenabbau geben“, sagte eine Siemens-Sprecherin. Nach dem Kauf des US-amerikanischen Maschinenbauunternehmens Dresser-Rand im Jahr 2015 hatte Siemens mit dem Abbau von 120 Stellen in Frankenthal begonnen. Für die verbleibenden 500 Mitarbeiter hat das Unternehmen mit Colfax eine dreijährige Standort- und Beschäftigungsgarantie vereinbart. (dpa)