Frankenthal: Stadt bemüht sich um Aufklärung der Klinik-Affäre – Internationale Experten beauftragt

Schwerstkranke Patienten sollen aus finanziellen Gründen länger künstlich beamtmet worden sein als nötig – die Vorwürfe gegen die Frankenthaler Stadtklinik werden jetzt von einer internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft untersucht. Das teilte die Stadt Frankenthal mit. Anfang September wurde bekannt, dass der Chefarzt der Intensivstation angeblich höhere Bonuszahlungen bekam, je länger Patienten am Beatmungsgerät hingen. Die von der Stadt beauftragten Experten beleuchten den Angaben zufolge die organisatorischen, medizinischen und wirtschaftlich-rechtlichen Aspekte. Sie seien verpflichtet, strafrechtlich relevante Ergebnisse zur Anzeige zu bringen. Die Dauer der Untersuchungen sei unklar, hieß es. Laut Stadt nutzten bisher etwa 30 Bürger ein anonymes Kontaktformular im Internet, um ihre Meinung über die Klinik zu übermitteln und als Betroffene zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. (mho/dpa)