Frankenthal: Termin im „Babymord-Prozess“ aufgehoben – Streit um Verhandlungen

Im sogenannten Babymord-Prozess hat das Landgericht Frankenthal den Verhandlungstermin an diesem Dienstag aufgehoben.  Das teilte ein Justizsprecher ohne weitere Angaben mit. Grund für den Schritt des Gerichts dürfte ein Konflikt in der vergangenen Woche sein. Pflichtverteidiger Alexander Klein hatte den laufenden Prozess verlassen, um im parallel stattfindenden Verfahren um die Explosion auf dem Gelände der BASF mit fünf Toten einen Mandanten zu vertreten. Der „Babymord-Prozess“ musste daraufhin abgebrochen werden. An diesem Dienstag hätten erneut beide Verfahren gleichzeitig stattgefunden. Wegen Kleins Weggang hat die Staatsanwaltschaft Frankenthal bei der Generalstaatsanwaltschaft Zweibrücken ein anwaltsgerichtliches Verfahren beantragt. Dazu sagte Klein der Deutschen Presse-Agentur, er sehe dem Vorgang gelassen entgegen. „Ich kann mich ja nicht klonen.“ Klein zufolge war die Terminkollision für das Landgericht vorauszusehen.(mf/lrs)