Frankenthal: Unfalltod im Freizeitpark – Berufungsprozess läuft im März

Das Berufungsverfahren um den tödlichen Unfall eines Mädchens im Haßlocher Holiday Park beginnt am 2. März vor dem Landgericht Frankenthal. Bis zum 22. März sind dann noch fünf weitere Sitzungstage vorgesehen. Das sagte ein Gerichtssprecher der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage. Die Elfjährige aus Kelsterbach bei Frankfurt war am 15. August 2014 in dem Fahrgeschäft Spinning Barrels („Drehende Fässer“) im Holiday Park gestürzt und von den Plattformen tödlich verletzt worden. Das Amtsgericht Neustadt verurteilte im Juni 2016 den damals 22 Jahre alten ehemaligen Bediener des Fahrgeschäfts wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe. Er habe die Tür zum Fahrgeschäft offengelassen, so dass Mutter und Tochter zu einem Zeitpunkt in das Karussell gelangt seien, zu dem dies nicht mehr hätte sein dürfen, so das Gericht. Der Mann bestritt das. Zwei frühere Vorgesetzte des Mannes wurden freigesprochen. Gegen die Freisprüche legten die Staatsanwaltschaft und die Mutter des getöteten Mädchens Berufung ein. Die Staatsanwaltschaft hatte für die Vorgesetzten ebenfalls Geldstrafen gefordert, die Anwälte der Eltern, die als Nebenkläger auftraten, hatten Haftstrafen für beide verlangt. Zudem wehrt sich der Ex-Bediener gegen seine Verurteilung. (dpa)