Frankenthal: Urteil im «Doppelmord-Verfahren» erwartet

Vor dem Landgericht im pfälzischen Frankenthal wird an diesem Montag (14.00 Uhr) ein Urteil im sogenannten Doppelmord-Verfahren wegen der Tötung zweier Geschäftsleute aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg erwartet. Angeklagt ist eine Frau aus Stuttgart, die die Männer aus dem Rhein-Neckar-Raum 2016/17 in eine Lagerhalle in Mannheim gelockt haben soll. In dem Prozess geht es vor allem um die Frage, ob sie bei der Tötung als Mittäterin gehandelt hat. Das Gericht hatte die Deutsche sowie zwei Männer mit türkischer Staatsbürgerschaft 2018 unter anderem wegen Mordes und erpresserischen Menschenraubs zu lebenslangen Haftstrafen verurteilt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte die Schuldsprüche zwar größtenteils. Den Tatbeitrag der Frau stuften die Richter aber als nicht ausreichend geklärt ein. Sie hoben dieses Urteil teilweise auf und ordneten eine Neuverhandlung an. Die Staatsanwaltschaft fordert erneut lebenslange Haft für die Frau. Die Verteidiger der Angeklagten sprechen sich für höchstens acht Jahre Gefängnis aus.

Ursprünglich sollte das Urteil am 8. April fallen, der Termin wurde aber wegen einer Erkrankung verschoben (Az.: 2 Ks 5326 Js 40570/16).