Frauen-Rugby: HRK Deutscher Meister

Die Rugby-Damen des Heidelberger RK haben zum vierten Mal in Folge den
Deutschen Meistertitel im 15er-Rugby gewonnen. Im Finale setzten sich die
Favoritinnen am Wochenende gegen den Lokalrivalen SC Neuenheim mit 19:0
(14:0) durch.

„Wir hatten ein enges Spiel erwartet, wussten ja aus der Liga um die Stärke des SC
Neuenheim“, so HRK-Abteilungsleiter Alfred Jansen. „Kompliment an die Gegnerinnen, die
uns einen guten Kampf geliefert haben. Ich habe nach dem Spiel auch mit dem SCN-Coach
gesprochen. Natürlich hätten sie die Partie auch gern gewonnen, aber letztlich sind auch sie
zufrieden mit ihrer gezeigten Leistung. Wir freuen uns natürlich über den Titel und haben
auch schon ordentlich gefeiert. Das ist immer wieder eine schöne Bestätigung für die Arbeit
des vergangenen Jahres.“

Die HRK-Frauen kamen gut in die Partie und gingen auch früh verdient in Führung. Jana
Eisenbeiß vollendete einen Angriff über die Hintermannschaft mit dem ersten Versuch des
Spiels direkt unter den Malstangen. Die Erhöhung durch Lisa Kropp war da nur Formsache
(10.). In der Folge bestimmten die Gastgeberinnen das Geschehen vor allem im Sturm sowie
bei den Standardsituationen. Schwierigkeiten hingegen hatte man mit dem
Hintermannschaftsspiel, auf das der stark aufspielende SC Neuenheim defensiv
hervorragend eingestellt war. Und so war es kurz vor der Halbzeitpause auch erneut die
Sturmreihe, die sich in Richtung des gegnerischen Malfelds vorarbeiten konnte und so den
zweiten Versuch von Spielmacherin Lisa Kropp vorbereitete, den sie auch gleich selbst zum
14:0-Pausenstand erhöhte.

Das kalte und regnerische Wetter beeinträchtigte den Spielfluss auf beiden Seiten im
zweiten Durchgang. Die Folge waren zahlreiche Handlingfehler und Vorwürfe. Das Spiel
wurde nun zunehmend sturmlastiger, über die Hintermannschaft lief nun kaum noch ein
Angriff. Der SCN hielt in dieser Phase gut dagegen, musste nach einer verlorenen Gasse
jedoch den dritten Versuch hinnehmen. Wieder trug Lisa Kropp den Ball über die Mallinie,
vergab aber diesmal den Erhöhungskick (45.). Als sich der HRK durch eine Gelbe Karte für
Lisa Maral selbst dezimierte, bekam Neuenheim noch einmal die Oberhand in dieser Partie.
„Phasenweise haben sie uns in unserer eigenen Hälfte eingeschnürt und zu vielen Fehlern
gezwungen“, hatte Alfred Jansen beobachtet. „Zum Glück konnten sie das auch mit einigen
Straftritten gegen uns nicht in Punkte umwandeln. Und für mich stand nach dem dritten
Versuch auch fest, dass heute nichts mehr anbrennen würde.“ Damit sollte Jansen am Ende
auch Recht behalten. Die 26. Deutsche Meisterschaft im Frauen-Rugby ging nicht unverdient
an den Heidelberger RK. (Agentur Sportswork)