Fußball: 1899-Trainer Nagelsmann rüffelt seine Profis

Neues Jahr, alte Probleme: 1899 Hoffenheim hat sich auch bei der Generalprobe zum Rückrunden-Start der Fußball-Bundesliga wieder einmal als äußerst verschwenderisches Team gezeigt. In einem Testspiel gegen den niederländischen Erstligisten Excelsior Rotterdam reichte es am Samstag trotz zahlreicher Chancen nur zu einem 2:2 (2:1)-Unentschieden. Eine Woche vor dem Bundesliga-Start bei Werder Bremen (Samstag, 15.30 Uhr) war Trainer Julian Nagelsmann deshalb auch entsprechend sauer. „Das Testspiel hatte einen hohen Stellenwert für uns. Wir haben es in mehreren Komponenten leider nicht gut gemacht“, sagte der Coach. „Das Spiel war ein Sinnbild unserer Europa-League-Spiele: Wir haben sieben Eins-gegen-Eins-Situationen mit dem gegnerischen Torwart und treffen nicht. Rotterdam erzielt mit zwei Aktionen zwei Tore. Das geht einfach nicht. Wir verteidigen als Gruppe nicht gut genug. Der Gegner kommt mit null Aufwand zu leicht zu seinen Toren. Wir müssen kaltschnäuziger werden.“ Nationalspieler Serge Gnabry (29. Minute) und Stürmer Mark Uth
erzielten die Treffer für Hoffenheim. Der frühere Düsseldorfer Mike van Duinen (16./48.) traf zweimal für Rotterdam. Überlegungen, doch noch einen Nachfolger für den zu Bayern München gewechselten Sando Wagner zu holen, gibt es in Hoffenheim trotzdem vorerst nicht. In dieser Woche soll erst einmal der neue Co-Trainer vorgestellt werden, der den zu Ajax Amsterdam gegangenen Alfred Schreuder beerbt. Top-Kandidat ist übereinstimmenden Medienberichten zufolge Alexander Schmidt, der aktuell im Nachwuchsbereich von RB Salzburg arbeitet und zuvor unter anderem Jahn Regensburg und 1860 München trainierte. Bei den „Löwen“ war Nagelsmann in der U17 einst
Co-Trainer von Schmidt. Jetzt könnten beide die Rollen tauschen. (mho/dpa)