Fußball: Bayern-Trainer Flick nach Schmähungen gegen Dietmar Hopp: «So geht es einfach nicht weiter»

Bayern-Trainer Hansi Flick hofft nach dem Skandal-Spiel bei der TSG 1899 Hoffenheim auf eine Wende in der Debatte um Dietmar Hopp. «Was heute passiert ist – so geht es einfach nicht weiter», sagte Flick bei der Pressekonferenz am Samstag.

Zuvor hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge von einem «schwarzen Samstag» gesprochen und angekündigt, «mit aller Schärfe» gegen jene Anhänger vorgehen zu wollen, die in der Bundesliga-Partie Hoffenheims Mäzen und Mehrheitseigner massiv beleidigt hatten.

Die Partie war beim Stande von 6:0 für die Münchner wegen Hass-Plakaten gegen Hopp zweimal unterbrochen worden. Nach dem Wiederanpfiff zur 77. Minute spielten sich beide Mannschaften nur noch den Ball hin und her.

Man habe schon vor der Begegnung versucht, gemeinsam mit den Fanbeauftragten gegen solche Aktionen zu wirken, sagte Flick und klagte: «Man hat da keinen Zugriff.» Irgendwie würden diese Personen immer wieder solche Hass-Plakate ins Stadion schmuggeln können: «Diese Leute sollen zuhause bleiben.» Die Bayern waren nach eigenen Angaben vorgewarnt worden, dass so etwas passieren könnte.

Zudem verwies der frühere Hoffenheimer Trainer und Geschäftsführer Flick, der Hopp schon sehr lange kennt, auf das soziale Engagement des Milliardärs, der zum Beispiel in die Krebsforschung investiert. «Jeder von diesen Chaoten hat wahrscheinlich jemanden in der Familie, der von Dietmar Hopp schon einmal profitiert hat.» Für TSG-Trainer Alfred Schreuder war die Reaktion der Spieler in den verbleibenden knapp 15 Minuten «ein klares Zeichen». (dpa)

Bild: Dietmar Hopp und Hansi Flick, RNF-Archiv (2017)