Fussball: FCK-Aufsichtsrat nimmt Stellung

Der in die Kritik geratene Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern hat sein umstrittenes Vorgehen in der Sportdirektoren-Frage verteidigt. „Als Aufsichtsrat ist es unsere Pflicht, regelmäßig zu analysieren, wie der Verein dasteht, in wirtschaftlicher wie auch in personeller Hinsicht, und dies gemeinsam mit dem Vorstand zu besprechen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Gefahr besteht, die sportlichen und wirtschaftlichen Ziele des Vereins nicht zu erreichen“, sagte der Aufsichtsrats-Chef Nikolai Riesenkampff am Sonntag in einer Erklärung auf der FCK-Homepage. Kurz nach dem 3:0-Sieg des Fußball-Zweitligisten gegen den SV Sandhausen war bekannt geworden, dass das Kontrollgremium überlegt hatte, Sportdirektor Uwe Stöver einen Sportvorstand vor die Nase zu setzen und diesen Posten mit dem Aufsichtsrats-Mitglied Mathias Abel zu besetzen. „In diesem Fall ging es in unserem Gremium um die Frage, den sportlichen Bereich weiter auszubauen“, sagte Riesenkampff. „Der Aufsichtsrat hat jedoch keinen Beschluss gefasst, den Vorstand zu  erweitern.“ Auch Abel nahm zu diesem Thema Stellung. „Ich war zwischenzeitlich wohl auch deshalb Teil dieser Überlegung, weil ich diese Aufgabe – wenn überhaupt – ehrenamtlich und unentgeltlich als Herzensangelegenheit übernommen hätte, um den FCK nicht zusätzlich finanziell zu belasten“, sagte der Ex-Profi. „Letztlich sind wir jedoch gemeinsam zu der Überzeugung gekommen, dieses Konzept so nicht umzusetzen.“ (dpa)