FCK: Rote Teufel nach Heimpleite auf Ursachenforschung

Der vermeintliche Aufstiegsanwärter 1. FC Kaiserslautern ist in der 2. Fußball-Bundesliga nur noch drei Punkte von Platz 16 entfernt. Die Negativserie setzte sich auch gegen Aufsteiger Bielefeld fort. Die Analyse im Anschluss an die Heimpleite war schonungslos. „Dieses Jahr fehlt uns die Qualität“, sagte Verteidiger Chris Löwe nach der 0:2-Niederlage des 1. FC Kaiserslautern gegen Aufsteiger Arminia Bielefeld. Vier Spiele nacheinander hat der FCK nun in der 2. Fußball- Bundesliga und im DFB-Pokal verloren. In diesen vier Spielen schoss die Mannschaft dazu noch kein einziges Tor. „Wir wissen, dass die Situation schwierig ist“, meinte Trainer Konrad Fünfstück. „Aber die Frage ist, wie man damit umgeht. Wir werden weitermachen und hart arbeiten. Dann schaffst du auch den Turnaround. Ich glaube an die Mannschaft. Wir werden es gemeinsam packen.“ Die Frage in Kaiserslautern ist aber immer auch: Kann Fünfstück überhaupt noch in der nötigen Ruhe mit dieser Mannschaft arbeiten? Die Erwartungshaltung rund um den viermaligen deutschen Meister ist traditionell hoch, gerade in dieser Saison scheint sie den neu formierten und durch Abgänge wie Willi Orban (RB Leipzig), Dominique Heintz oder Simon Zoller (beider 1. FC Köln) entscheidend geschwächten Kader zu erdrücken. Vorstand und Fans träumen von der Rückkehr in die Erste Liga. Tatsächlich droht aber der Abstiegskampf. Der Vorsprung auf Platz 16 beträgt nur noch drei Punkte. „Man kann nicht immer nur sagen, dass man ständig Pech hat. Wir stehen knapp vor dem Relegationsplatz. Jetzt müssen wir vor der Winterpause dringend noch Punkte holen“, meinte Löwe. Nach guter erster Halbzeit kippte das Spiel am Freitagabend, als  Verteidiger Tim Heubach nach einer Notbremse die Rote Karte sah, Bielefeld einen Elfmeter bekam – und David Ulm  zum 0:1 traf. Stephan Salger machte nach einem Konter alles klar (83.). „Wir haben oft genug gezeigt, dass wir es können, aber im Moment ist es einfach schwierig“, meinte Kapitän Daniel Halfar. „Läuferisch und kämpferisch kann uns niemand etwas vorwerfen, aber wir brauchen vor dem Tor mehr Überzeugung und ein bisschen mehr Glück. Wir müssen dringend schauen, dass wir die individuellen Fehler, die wir Woche für Woche machen, abstellen und gemeinsam aus dem Tief herauskommen.“ (dpa)