Fußball: Freiburg düpiert Hoffenheim – 3:0-Auswärtssieg im Baden-Derby

Trainer Alfred Schreuder und 1899 Hoffenheim müssen in der Fußball-Bundesliga erst noch warm werden! Am Nachmittag kassierte die Elf aus dem Kraichgau im Baden-Derby gegen den SC Freiburg eine saftige 0:3-Heimnierderlage. Bei Halbzeit lagen die Gäste bereits 2:0 in Front. Damit stürmte die Mannschaft von Trainer Christian Streich auf den dritten Tabellenplatz. Die Tore erzielten Christian
Günter (11. Minute), Janik Haberer (38.) und Nils Petersen (59.). Vor 29 395 Zuschauern in Sinsheim überzeugten die Gäste auf der ganzen Linie und stehen am vierten Spieltag sogar vor dem FC Bayern München. Streich gewann damit auch das Duell zwischen dem dienstältesten Chefcoach und dem Trainer-Neuling Alfred Schreuder, dessen Team nach der Ära Julian Nagelsmann und vielen Abgängen erst noch zusammenwachsen muss.

Bei den Freiburgern fehlte wie angekündigt Last-Minute-Neuzugang Vincenzo Grifo, der 1899 Hoffenheim kurzfristig verließ. Die TSG hätte ihn gerne behalten; sie verfügte über eine Klausel, wonach der Offensivmann gegen seinen Ex-Club nicht auflaufen darf. Auf Vorarbeit von Frantz traf dann Haberer zum 2:0. Die Hoffenheimer hatten durchaus ihre Chancen, allein Flügelflitzer Pavel Kaderabek vergab vor dem Pausenpfiff drei Gelegenheiten. Doch die Hintermannschaft wackelte gegen die flinken Freiburger ein ums andere Mal.

Schreuder hatte den wieder fitten Benjamin Hübner überraschend auf der Bank gelassen. Dessen Defensivkollegen Vogt, Ermin Bicakcic und Stefan Posch hatten mitunter größte Mühe gegen den
angriffsfreudigen Rivalen aus Südbaden. Mit Lukas Rupp und Jürgen Locadia brachte Schreuder nach der Pause zwei neue Kräfte. Doch ein Schussversuch von Freiburgs Günter geriet zur Vorlage für Petersen, der sicher zum 3:0 einschoss und die Hoffenheimer vorzeitig demoralisierte. Dominique Heintz hätte fast noch das 4:0 erzielt. Die Hoffenheimer vermittelten in der zweiten Halbzeit nie das Gefühl, dass sie das Spiel noch hätten drehen können. (mho/dpa)