Fußball: Hoffenheim strebt vierten Liga-Sieg in Folge an

Drei Spiele, elf Tore, neun Punkte: In der Liga lief es zuletzt blendend für Juian Nagelsmann und 1899 Hoffenheim. Der Lauf soll gegen den FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr) anhalten. Bisher hat der junge Trainer der Kraichgauer noch keinen Liga-Vergleich mit den Schwaben verloren. Verzichten muss er für den angepeilten vierten Liga-Sieg am Stück auf einen seiner zentralen Stammspieler. Mittelfeldmann Florian Grillitsch fällt wegen einer gerissenen Streckersehne im Zeh für etwa drei Wochen aus. Für 1899 enden mit dem Augsburg-Spiel kräftezehrende Englische Wochen mit Begegnungen im Drei-Tage-Rhythmus. Erst die Länderspielpause bringt der TSG eine kleine Verschnaufpause. Auch drei Tage nach dem hart erkämpften 2:2 bei Olympique Lyon erscheinen Nagelsmann Möglichkeiten in der Offensive nahezu unbegrenzt. Joelinton spielte in den vergangenen Wochen stark, auch Vize-Weltmeister Andrej Kramaric traf jüngst in der Königsklasse, Reiss Nelson glänzte bei der Mini-Serie mit Siegen gegen Nürnberg (3:1), Stuttgart (4:0) und Leverkusen (4:1). Ishak Belfodil? Adam Szalai? Alle fünf Stürmer kann Nagelsmann nicht bringen. Großen Respekt hat der Champions-League-Teilnehmer vor dem Gast. „Augsburg ist ein ganz, ganz unangenehmer Gegner. Sie sind eine eklige Truppe, positiv eklig. Sie sind unglaublich gallig“, lobte Nagelsmann. Die späte Spielansetzung am 23. Dezember (18.00 Uhr gegen Mainz 05) nimmt der Trainer gelassen hin. „Meines Wissens haben die meisten Geschäfte am 24. bis zwölf oder zwei Uhr offen. Es gibt sicher die eine oder andere Dame, die im Müller arbeitet und auch gerne zur Familie fliegt“, relativierte Nagelsmann – und fügte an: „Ich glaube, so schlecht geht es dem Fußballprofi an sich nicht, der kann auch am 23. mal spielen.“ (mho/dpa)