Fußball: Kellerduell zwischen Sandhausen und Aue endet leistungsgerecht 1:1

Mit dem erhofften Heimsieg wurde es nichts. Aber mit dem Remis gegen den Tabellennachbarn Erzgebirge Aue hat der SV Sandhausen wenigstens den Abwärtstrend gestoppt. Dank des Punktgewinns nach zuletzt drei Pleiten sind die Kurpfälzer auf einen Nichtabstiegsplatz vorgestoßen.

Der SV Sandhausen und Erzgebirge Aue trennten sich in einem ordentlichen Kellerduell der 2. Fußball-Bundesliga letztendlich gerecht 1:1 (0:0). Romario Kortzorg brachte die lange überlegenen Gäste am Sonntag vor 4 066 Zuschauern im Hardtwaldstadion in Führung (57. Minute). Florian Hübner sorgte mit dem verdienten Ausgleich (64.) für den ersten Punktgewinn der Kurpfälzer nach zuletzt drei Niederlagen hintereinander. Erzgebirge bleibt auswärts weiter ohne Sieg, setzt aber seinen Aufwärtstrend unter dem neuen Trainer Tomislav Stipic fort.

«Nach drei Niederlagen hatten wir endlich wieder ein kleines Erfolgserlebnis», sagte SVS-Trainer Alois Schwartz, auch wenn es nicht zum erhofften Heimerfolg gereicht habe. «Wir haben den Abwärtstrend gestoppt.» Sein Kollege Stipic kritisierte indes den Fußball des Kontrahenten: «Sandhausen wartet mit einer kompakten Abwehr nur auf Fehler des Gegners. Wir versuchen Fußball zu spielen und Chancen zu kreieren.»

Aue hatte im ersten Durchgang mehr Spielanteile und die besseren Chancen. Kortzorg schoss knapp vorbei (10.), Arvydas Novikovas knapp über das Tor (25.). Zudem konnte SVS-Schlussmann Marco Knaller einen Schuss des litauischen Nationalspieler Novikovas gerade noch zur Ecke abwehren (33.). Bei Sandhausens einziger Möglichkeit durch einen Freistoß von Andrew Wooten konnte Aue-Keeper Martin Männel noch rechtzeitig die Fäuste hochreißen (20.).

Nach dem Seitenwechsel konnte Sandhausen die Partie weitgehend ausgeglichen gestalten. Zunächst scheiterte Wooten erneut an Männel, der zweimal innerhalb von drei Sekunden glänzend reagierte (54.). Kortzorg brachte dann die Sachsen mit einem herrlichen Schlenzer in den Winkel in Führung. Sandhausen verstärkte nach dem Rückstand seine Offensivbemühungen. Hübner glückte per Kopf nach einem Freistoß der Ausgleich. Alexander Bieler bot sich sechs Minuten vor Schluss noch eine gute Gelegenheit zum Sieg für die Platzherren.

«Es war erfreulich, dass wir nach dem Gegentor nicht auseinandergefallen sind wie in den letzten Spielen», lobte Schwartz sein Team. Stipic sprach angesichts der Steigerung des Kontrahenten in der zweiten Halbzeit von «einem gerechten Unentschieden». (lsw)