Germersheim: Vorarbeiten für geplante Bergung von versunkener Lok im Rhein laufen

Mehr als 165 Jahre nach dem Sturz einer Lokomotive in den Rhein rückt die geplante Bergung der Maschine näher. Arbeiter rammten sogenannte Spundbohlen acht Meter tief in den Boden des Rheins bei Germersheim, heißt es von der Flussbaufirma. Die Spundwände um den vermuteten Fundort sollen vor Strömung schützen, wenn in der nächsten Woche die Arbeiten der Bagger und Taucher beginnen. Die einst fabrikneue Lokomotive aus Karlsruhe fiel 1852 während eines Sturms vom Schiff in den Rhein und versank im Kiesbett. Die Lokomotive namens „Der Rhein“ soll im Oktober gehoben werden. Bei dem Gefährt, das 6,0 Meter lang und 15 Tonnen schwer ist, soll es sich um die älteste noch existierende Dampflok Deutschlands handeln. Im April schätzten die Organisatoren die Kosten des Projekts auf 500.000 Euro unter anderem für Bergung, Transport und Restaurierung der Lokomotive, die dem Land Rheinland-Pfalz gehört. (lrs/mj)