Hallenhockey: TSV- und MHC-Damen verlieren ihre Halbfinalspiele

Die Hockey-Damen des TSV Mannheim haben die Sensation knapp verpasst. Bei der Endrunde um die Deutsche Hallenhockey-Meisterschaft in Mülheim unterlag die Mannschaft von Trainer Carsten Felix Müller im Halbfinale Titelverteidiger Alster Hamburg nach Penaltyschießen mit 3:5.  Der TSV erwischte einen Start, wie er besser nicht sein konnte: Nach den ersten beiden Strafecken lagen die Mannheimerinnen mit 2:0 vorn und zeigten vor allem defensiv eine bärenstarke Leistung.  Erst kurz vor der Pause konnten die Hanseatinnen verkürzen. Nach nicht mal zwei Minuten in Halbzeit zwei war der alte Abstand allerdings wieder hergestellt:  Die überragende Laura Keibel traf zum 3:1. Doch von diesem Zeitpunkt an verlagerte sich das Spiel immer mehr in die Mannheimer Hälfte. Alster drückte, hatte gute Chancen und erzielte nach 41 Minuten den Anschlusstreffer, dem fünf Minuten später der Ausgleich folgte. Der große Favorit schien seiner Rolle nun gerecht zu werden. Trotzdem waren die TSV-Damen, die in der regulären Spielzeit den Siegtreffer auf dem Stock hatten – Laura Keibel vergab die Riesenmöglichkeit, ihr Schuss ging Millimeter am Tor vorbei. Entscheidung also im Penaltyschießen, in dem Alster zwei Mal erfolgreich war, während der TSV keinen Ball im Tor unterbrachte. Carsten Felix Müller war trotz der knappen Niederlage nicht enttäuscht: „ Es war unser bestes Saisonspiel und wir hatten den großen Favoriten am Rand einer Niederlage, ich bin einfach nur stolz auf die Mannschaft.

Auch die Damen des Mannheimer HC mussten ihre Finalträume begraben. Sie unterlagen Düsseldorf im zweiten Halbfinale mit 1:5. Schon die Anfangsphase der Partie war von Nervosität geprägt, viele MHC-Pässe gingen ins Leere oder landeten beim Gegner. Nach 11 Minuten lagen die Mannheimerinnen mit 0:1 zurück, erst gegen Ende der ersten Hälfte erspielten sie sich gute Chancen. Doch weder Lydia Haase noch Nike Lorenz trafen ins Netz. Vier Minuten nach dem Wechsel dann der nächste Nackenschlag für das Team von Trainer Philipp Stahr: Die Rheinländerinnen erhöhten auf 2:0.  Es folgte eine Mannheimer Drangphase , die mit dem Anschlusstreffer durch Nike Lorenz gekrönt wurde. Ein Hoffnungsschimmer? Ja – aber nur bis zur 51. Minute, als die Damen aus Düsseldorf eine unübersichtliche Situation vor dem MHC-Tor zum 3:2 nutzen. In den letzten neun Minuten nahm Stahr die Torfrau zugunsten einer Feldspielerin runter, aber das volle Risiko ging nach hinten los.  Gleich zweimal landete der Ball im verwaisten Mannheimer Gehäuse, Endstand somit 1:5 . „Es ist enttäuschend, wie wir gespielt haben“, so Ex-Nationalspielerin Lydia Haase im RNF-Interview. „Wir hatten kein Tempo im Spiel, wir Stürmerinnen haben kaum Bälle bekommen. Frustrierend, dass uns das ausgerechnet im Halbfinale passiert!“  (nl/wg)