Handball – 2. Liga: SG Leutershausen startet mit Sieg gegen Nordhorn ins Jahr 2017

Die SG Leutershausen besiegt in der 2. Handball-Bundesliga die HSG Nordhorn-Lingen mit 30:28 (18:14). Vor 700 Zuschauern feiern die „Roten Teufel“ in der Heinrich-Beck-Halle ein Handballfest.

SGL-Cheftrainer Marc Nagel kündigte bereits im Vorfeld eine „Mammut-Aufgabe“ an, Gästecoach Heiner Bültmann erwartete eine „hitzige Atmosphäre“. Die HSG hatte noch zu Leutershausener Zweitliga-Zeiten die vergangenen zwei Duelle verloren. Nun traten sie mutiger auf, obwohl die Gäste-Truppe mit erheblichen Verletzungsproblemen im Rückraum zu kämpfen hatte. In der Anfangsphase war es Jens Wiese, der bei der HSG für die offensiven Akzente sorgte — 3:4 nach fünf Spielminuten. Zu diesem frühen Zeitpunkt stand die SGL-Abwehr noch nicht, Alexander Hübe bekam noch kein Ball zu fassen. Doch dann blühte der Angriff der „Roten Teufel“ immer mehr auf, Niklas Ruß versenkte nach knapp zehn Minuten zur ersten Heim-Führung (6:5). Die Rückraum-Achse der SGL fand immer wieder Marcel Möller am Kreis, der 26-Jährige war kaum zu halten. Vom 10:8 von Junioren-Nationalspieler Valentin Spohn, über 14:11 bauten die Hausherren ihre Führung zur Halbzeit auf 18:14 aus.

Hübe kam in den zweiten 30 Minuten immer besser ins Spiel, entschärfte viele Würfe der Nordhorner Rückraumschützen. Die Führung wuchs und wuchs, mit dem 21:16 durch Jonas Kupijai zog die SGL erstmals mit fünf Toren in Front. Mit von der Partie war erstmals auch wieder Mittelmann Philipp Bauer, der während der WM-Pause erfolgreich seine Verletzung auskurieren konnte. Zwischenzeitlich ging man sogar mit sieben Treffern in Führung (27:20 nach 50 Minuten). In der Schlussphase wurde es dann nochmal knapp, Nordhorn kämpfte sich in der Schlussminute noch auf zwei Tore heran (29:27) — doch die zwei Punkte ließen sich die Jungs von der Bergstraße nicht mehr nehmen. 20:18 Punkte stehen nun auf dem Konto der „Roten Teufel“.

„Das war natürlich schwierig für uns heute, wir sind mit drei Rückraumspielern hier hergefahren“, so Bültmann nach dem Spiel, „das muss man dann so akzeptieren — Leutershausen war auch stark.“ Und Nagel ergänzte: „Ich bin sehr, sehr glücklich. Wir hatten heute eine gute Abwehr, eine disziplinierten Angriff — das hat gepasst.“ Marcel Möller bilanzierte: „Entscheidend war heute der Teamgeist“, so der Kreisläufer, „so können wir wirklich jeden schlagen — das ist noch besser als in der Hinrunde.“ Sascha Pfattheicher: „Das war schon recht überraschend, dass es so gelaufen ist — nach so einer Pause weiß man das nie, am Ende haben wir es nochmal unnötig spannend gemacht.“ (Text: Tillmann Bauer/SG Leutershausen)

SG Leutershausen: Hübe, Mangold — Salger (3), Räpple (3/3), Kupijai (3), Pfattheicher (2), Klapdohr, Ruß (6/2), Bauer (3), Spohn (4), Kubitschek (3), Möller (3).

HSG Nordhorn Lingen: Kaleun, Buhrmester — Verjans, Schumann, Mickal (5/1), Fraatz, Poll, Rooba (2), Terwolbeck (7), de Boer (1), Wiese (9/1), Madsen (1), Seidel (3/1).

Strafminuten: Kubitschek (2), Conrad (2), Spohn (2) — Schumann (4), de Boer (4).