Handball-Bundesliga: Löwen auf Meisterkurs, Eulen schöpfen Hoffnung

Die Rhein-Neckar Löwen steuern auf ihre dritte Meisterschale in Serie zu. Der Titelverteidiger gewann am Donnerstagabend sein Auswärtsspiel bei Hannover-Burgdorf mit 26:23 (14:13). Die Mannheimer führen die Bundesliga-Tabelle nunmehr mit 48:8 Punkten an. Zudem profitierten die Badener von einer Niederlage ihres Verfolgers Füchse Berlin. Die Hauptstädter unterlagen Rekordmeister THW Kiel deutlich mit 20:25 (8:15). Die Füchse sind sechs Spiele vor Saisonabschluss mit 43:13 Punkten Dritter. Platz zwei hat die spielfreie SG Flensburg-Handewitt (46:12) inne, die allerdings eine Partie mehr ausgetragen hat. Der Kampf um Platz zwei ist in dieser Saison besonders wichtig, denn nur der Vize darf den Meister in die neue Champions-League-Saison begleiten.

In Hannovers TUI-Arena stand die Partie lange auf des Messers Schneide. Die Heimstärke der Gastgeber, die in 14 Heimspielen nicht eine Niederlage kassiert und lediglich einen Punkt gegen Göppingen abgegeben hatten, beeindruckte auch die Löwen. Entsprechend selbstbewusst gingen die Niedersachsen zu Werke. Mit 4:2 zogen die Hausherren in Front. Trotz der Verletzten Pavel Atman, Mait Patrail, Torge Johannsen und Runar Karason hatte die Mannschaft Siegchancen. Die Hannoveraner vergaben aber mehrere gute Torchancen und hatten in den letzten Minuten nichts mehr zuzusetzen. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Es lag an der Chancenverwertung“, sagte der achtfache Torschütze Fabian Böhm im TV-Sender Sky. Spielmacher Andy Schmid von den siegreichen Löwen gestand: „Wir waren nicht gut, haben zu viele Fehler gemacht.“

Im Kellerduell schaffte der Tabellenletzte Eulen Ludwigshafen einen 29:28 (13:12)-Erfolg beim 16. TuS N-Lübbecke. Der Aufsteiger aus Ludwigshafen ist mit elf Punkten bis auf einen Zähler an Lübbecke und TV Hüttenberg herangerückt und schöpft neue Hoffnung im Abstiegskampf. „Wir wussten, was uns erwartet und wir haben auch zu jeder Phase die richtige Antwort gefunden“, meinte Trainer Ben Matschke. Der Siegtreffer gelang David Schmidt vier Sekunden vor dem Abpfiff. Erfolgreichster Torschütze bei den Eulen war Azat Valiullin mit acht Toren, während bei den Gastgebern Lukas Gierak neun Mal traf. (dpa/wg)