Handball: Löwen lassen in Erlangen Punkt liegen – Flensburg jetzt Erster

Der Kampf um die deutsche Handball-Meisterschaft ist wieder spannend – und das ärgert die Rhein-Neckar Löwen am meisten. „Wir haben das Messer jetzt am Hals“, meinte deren Weltklasse-Spielmacher Andy Schmid drastisch nach dem überraschenden Patzer des Titelverteidigers beim HC Erlangen. Denn durch das 25:25 ist das Rennen um den Titel plötzlich wieder offen, weil sich die SG Flensburg-Handewitt parallel gegen GWD Minden zu einem 24:23-Sieg zitterte. „Wir spielen um die deutsche Meisterschaft“, sagte deren
Coach Maik Machulla, der mit seinem Team vorerst die Tabellenführung übernommen hat. Noch aber haben die Löwen alles in der Hand. Zwar stehen die Flensburger nun mit 52:12-Punkten an der Tabellenspitze, sie haben aber auch ein Spiel mehr absolviert. Gewinnen die Mannheimer an diesem Donnerstag ihr Spiel gegen die MT Melsungen, würden sie wieder auf den Spitzenplatz vorrücken. Einen weiteren Patzer dürfen sie sich in den abschließenden drei Spielen aber nicht mehr erlauben. „Noch können wir es selbst richten. Wir haben drei Heimspiele vor der Brust und müssen da jetzt liefern“, sagte Schmid. Zuvor hatten die Löwen erst eine Sekunde vor Schluss den
Ausgleichstreffer kassiert, der sie im Saison-Endspurt noch einmal unter Druck setzt. Die Mannheimer (51:11 Punkte), die in Linksaußen
Gudjon Valur Sigurdsson (7 Tore) ihren besten Werfer hatten, empfangen neben Melsungen noch die Eulen Ludwigshafen und den SC DHfK Leipzig. Flensburg (52:12) muss noch beim Aufsteiger TuS N-Lübbecke und zuhause gegen Frisch Auf Göppingen antreten. (mho/dpa)