Handball: Löwen schlagen Füchse

Dank eines mühevollen 28:25 (15:11) gegen den von Personalproblemen geplagten EHF-Cup-Gewinner Füchse Berlin halten die Rhein-Neckar Löwen in der Handball-Bundesliga den Anschluss an das Führungstrio. Der DHB-Pokalsieger tat sich am Sonntag vor heimischer
Kulisse gegen das letzte Aufgebot der Berliner, die derzeit neun Verletzte zu beklagen haben, äußerst schwer. „Wir leisten momentan nicht das, was wir leisten wollen. Das trübt die Stimmung“, kritisierte Löwen-Trainer Nikolaj Jacobsen. Beste Werfer beim Sieger waren Jannik Kohlbacher und Alexander Petersson mit jeweils sechs Toren. Mit 15:3 Punkten zogen die Mannheimer am Rivalen (14:6) vorbei. Die ohnehin vom Verletzungspech geplagten Berliner mussten kurzfristig auch noch auf Kevin Struck, Mattias Zachrisson (beide Bänderriss im Sprunggelenk), Christoph Reißky (Außenbandriss) und Nationalspieler Fabian Wiede (Fußverletzung) verzichten. „Es ist eine extrem schwierige Situation für den Club. Ich habe so etwas in den letzten 20 Jahren weder als Trainer noch als Geschäftsführer erlebt“, sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning vor der Partie zu den jüngsten Ausfällen. Nicht einmal 48 Stunden nach der 24:29-Finalniederlage gegen den FC Barcelona bei der Club-WM in Katar wehrte sich das letzte Aufgebot der Füchse im fünften Pflichtspiel innerhalb von acht Tagen nach Kräften und durfte zehn Minuten vor Schluss beim 21:23 sogar auf eine Überraschung hoffen. „Irgendwann ist der Akku aber leer“, sagte Berlins Torwart Malte Semisch. (mho/dpa)