Heidelberg: 65 neue genetische Risikomarker für Brustkrebs entdeckt – 18 Prozent der Erkrankungen lassen sich damit erklären

In einem weltweiten Verbund von Forschern, an dem auch Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg beteiligt sind, wurden 65 neue genetische Risikomarker für Brustkrebs entdeckt. Die Forscher erwarten, dass die Ergebnisse dazu beitragen, Screeningprogramme und die Früherkennung von Brustkrebs zu verbessern. Die 65 neu entdeckten Risikomarker sind für etwa vier Prozent dieses familiären Risikos verantwortlich. Zusammen mit den bereits bekannten rund 100 genetischen Risikomarkern lassen sich nun geschätzte 18 Prozent erklären. Es war eine Studie der Superlative: Insgesamt wurden Erbgut-Analysen von 256.000 Frauen einbezogen, etwa die Hälfte davon war an Brustkrebs erkrankt. Rund 90 Prozent der Teilnehmerinnen stammten aus Europa, USA und Australien, etwa zehn Prozent aus Südostasien. (asc)