Heidelberg: 75 Millionen Euro für neuen Forschungsverband im Neuenheimer Feld

Auf dem Campus Im Neuenheimer Feld soll in den kommenden Jahren ein neuer Gebäudeverbund für das Forschungsnetzwerk „Biologie auf der Nanoskala“ entstehen. Die Kosten sollen bei rund 75 Millionen Euro liegen. Gestern stellten Stadt, Max-Planck-Institut und das Zentrum für Molekulare Biologie der Uni die Entwürfe vor. Das Architekturbüro Bruno Fioretti Marquez setzte sich gegen drei Mitbewerber durch. Neben Vorschlägen für drei Neubauten des Forschungsnetzwerks sollten die Planer auch Ideen für eine neue Eingangssituation des Campus an der Berliner Straße entwickeln. Das Forschungsnetzwerk „Biologie auf der Nanoskala“, das auf die Initiative von Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan Hell zurückgeht, wird zum neuen lebenswissenschaftlichen Innovationscampus „Heidelberg 4 Life“ gehören. Mit dem Netzwerk wollen das MPImF und die Universität Heidelberg – insbesondere das ZMBH – ihre Zusammenarbeit in der biowissenschaftlichen und biomedizinischen Grundlagenforschung weiter ausbauen. Die Max-Planck-Gesellschaft investiert in die Modernisierung und Erweiterung rund 50 Millionen Euro. Das baden-württembergische Wissenschaftsministerium finanziert im Rahmen von „Heidelberg 4 Life“ zudem mit rund 25 Millionen Euro einen Neubau für die Universität, der eine Forschungsbrücke zwischen dem ZMBH und dem Max-Planck-Institut bilden wird. Der Gemeinderat berät am 11. September (Bau- und Umweltausschuss) sowie am 18. Oktober (Gemeinderatssitzung) über das Ergebnis der städtebaulichen Studie. Bei einer Bestätigung des Entwurfs von Fioretti Marquez werden auf dieser Basis jeweils konkurrierende Wettbewerbsverfahren für die Bauprojekte ausgelobt. Baubeginn bei den ersten Projekten wird frühestens 2020 sein, Fertigstellung frühestens 2023. (mj) (Bild: Stadt Heidelberg/Bruno Fioretti Marquez)