Heidelberg: Affäre um Bluttest zur Krebs-Früherkennung zieht weitere Kreise

Die Heidelberger Affäre um einen Bluttest zur Früherkennung von Brustkrebs zieht weitere Kreise. Nachdem der Vorstand der Uni-Klinik eine Mitverantwortung einräumte und eng in die Marketingstrategie eingebunden gewesen sei, sieht die Heidelberger Professorin Barbara Burwinkel die neue Methode diskreditiert. Sie war an der Entwicklung des Bluttests beteiligt. Die PR-Maßnahme vor der wissenschaftlichen Veröffentlichung habe dem Test massiv geschadet, sagte die Molekularbiologin. Bei möglichen Investoren und in der Wissenschaft sei durch die Affäre die Glaubwürdigkeit des Ansatzes beschädigt worden, sagte die Wissenschaftlerin, die nach eigenen Angaben aus dem Projekt herausgedrängt worden sei. Der Chef der Heidelberger Frauenklinik präsentierte den Test im Februar als fast marktreif und initiierte eine umstrittene PR-Kampagne. Nach Überzeugung Burwinkels dauert es aber noch Jahre, bis der Test auf den Markt kommen kann. (mho/dpa)