Heidelberg: Angeklagter muss fünf Jahre ins Gefängnis

Das Landgericht Heidelberg verurteilte einen Angeklagten zu fünf Jahren Haft. Die Richter sprachen den polnischen Familienvater wegen versuchten gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und versuchter gefährlicher Körperverletzung schuldig. Einen Mordversuch, wie die Staatsanwaltschaft unterstellte, sahen die Richter nicht. Der Mann habe einer Mitarbeiterin des Jugendamtes übel mitspielen wollen, weil die Behörde das Baby des Angeklagten wegen Kindeswohlgefährdung in einer Pflegefamilie unterbrachte. Deshalb habe der Pole die Bremsscheiben des Autos der Frau mit Fett eingeschmiert, damit die 24-Jährige verunglückt. Eine Tötungsabsicht könne dem Mann aber nicht nachgewiesen werden, so die Richter. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Mordversuchs 7 Jahre Haft gefordert, die Verteidigung sprach sich für drei Jahre und vier Monate aus. (mho)