Heidelberg: Asiatische Tigermücke soll ausgerottet werden

Im Kampf gegen die Asiatische Tigermücke wollen die Behörden in Heidelberg die stechenden Tierchen bis zum
Jahresende ausgerottet haben. Dazu setzen die Mückenjäger in der Neckarstadt auch auf das Bakterium BTI, wie eine Sprecherin des Rhein-Neckar-Keises sagte. BTI (Bacillus thuringiensis israelensis) tötet die Larven noch vor dem Schlüpfen. „Erfahrungen zeigen, dass eine vollständige Auslöschung nur mit Hilfe der Bevölkerung möglich ist“, meinte die Sprecherin. Dazu müssten insbesondere Regentonnen auf Eier der aggressiven Stechmückenart abgesucht werden. Zur Ausrottung setzen die Behörden zudem eine biotechnologische List ein: Dazu werden sterilisierte Männchen im Zielgebiet freigelassen. Sie paaren sich mit den Weibchen – doch führt das nicht zu Nachwuchs. Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) kann gefährliche Viren übertragen, darunter Dengue, Zika und Chikungunya. Vor mehr als zehn Jahren kamen die ersten Exemplare des Insekts nach Deutschland. Die erste größere brütende Population wurde im September 2015 im Heidelberger Stadtteil Wieblingen nachgewiesen. (dpa/sab)