Heidelberg: Beauftragter gegen Antisemitismus spricht in Heidelberg

Baden-Württembergs neuer Beauftragter gegen Antisemitismus, Michael Blume, sieht Feindlichkeit gegen Juden als
gesamtgesellschaftliches Problem. Die Kombination aus Rassismus und Verschwörungsmythen mache Antisemitismus für die gesamte Gesellschaft gefährlich, sagte Blume bei seiner Antrittsrede am Mittwochabend in der Alten Uni in Heidelberg. Er richte sich auch gegen demokratische Parteien, gegen Justiz und Medien. Weil Antisemiten durch ihre negative und zerstörerische Weltsicht den Zusammenhalt der Menschen bedrohten, müsse die Zivilgesellschaft zusammenstehen und sich wehren. Er forderte dazu auf, Kinder und Jugendliche bewusst im Geiste der Toleranz aufzuklären. Der 41 Jahre alte Religions- und Politikwissenschaftler wurde im März in Baden-Württemberg als deutschlandweit erster Beauftragter einer Landesregierung gegen Antisemitismus berufen. Blume war am Mittwoch auf Einladung der Hochschule für Jüdische Studien nach Heidelberg gekommen. (dpa/sab)