Heidelberg: Bund lehnt Angebot der Stadt ab – Keine Flüchtlingskinder zur Betreuung

Ungeachtet der Angebote mehrerer Städte auch aus der Region, darunter Heidelberg, Flüchtlingskinder aufzunehmen, werden diese anderweitig untergebracht. 47 auf den griechischen Inseln gestrandete Kinder und Jugendliche waren am Samstag vergangener Woche von Athen nach Hannover geflogen worden. Die Verteilung übernimmt nach weiteren Angaben des baden-württembergischen Sozialministeriums der Bund. Diesmal sei das Land nicht zum Zuge gekommen. Es sei aber nicht ausgeschlossen, dass Baden-Württemberg doch berücksichtigt werde, wenn noch mehr Kinder nach Deutschland geholt würden. Einige der jetzt eingetroffenen Kinder sollen dauerhaft in Kommunen in Niedersachsen bleiben. Etwa 20 von ihnen haben in Deutschland Verwandte. Im Südwesten hatte sich etwa Heidelberg zur Aufnahme von bis zu fünf jungen Flüchtlingen bereiterklärt. Das städtische Kinder – und Jugendamt sei vorbereitet, hieß es dort kürzlich. Deutschland plant, 350 bis 500 Kinder von den griechischen Inseln aufzunehmen. Insgesamt sollen nach Angaben der Europäischen Kommission rund 1600 kranke Kinder und unbegleitete Minderjährige umgesiedelt werden. Bisher sind allerdings vor einigen Tagen lediglich zwölf Minderjährige nach Luxemburg gebracht worden. (mho/dpa)