Heidelberg: Dresdner Krebsspezialist führt DKFZ

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg hat einen neuen Wissenschaftlichen Vorstand und damit einen Nachfolger für Prof. Otmar Wiestler, der im September 2015 zur Helmholzt-Gemeinschaft wechselte. Der Nachfolger heisst Michael Baumann. Er wurde vom DKFZ-Kuratorium einstimmig gewählt. Nach Angaben des DKFZ erwies sich Baumann in den vergangenen Jahren als Direktor der Strahlentherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus sowie als Direktor am Institut für Radioonkologie des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf und des OncoRay-Zentrums als erfolgreicher Mediziner, Krebsforscher und Wissenschaftsmanager. Der Anstellungsvertrag sei unterzeichnet, so dass Michael Baumann zum 1. November 2016 ans DKFZ wechseln könne. Dies führt er dann gemeinsam mit Prof. Josef Puchta, dem Kaufmännischen Vorstand. Damit ist auch die Interimsphase nach Wiestlers Ausscheiden beendet. Seither übte Prof. Michael Boutros das Amt des Wissenschaftlichen Vorstands kommissarisch aus. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Johanna Wanka, sagt: „Mit Michael Baumann haben wir einen herausragenden Mediziner und Wissenschaftler gewonnen. Er ist die ideale Person, um Grundlagenforschung mit angewandter Krebsforschung zu verbinden. Nur so kann es uns gelingen, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller und effektiver in die medizinische Versorgung der Patientinnen und Patienten zu bringen.“  Michael Baumann ist Professor für Radioonkologie der TU Dresden, Klinikdirektor der Strahlentherapie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus und gleichzeitig Direktor am Institut für Radioonkologie des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf sowie Direktor des OncoRay-Zentrums. Er war in den vergangenen Jahren die treibende Kraft dafür, dass die Krebsforschungsstandorte Dresden und Heidelberg heute in zahlreichen Kooperationen hervorragend zusammenarbeiten. (mho)