Heidelberg: Ermittlungen nach Chemieunfall dauern an – Zwölf statt fünf Verletzte

Bei dem Chemieunfall am vergangenen Samstag in einem Heidelberger Recycling-Betrieb wurden mehr Menschen verletzt als zunächst angenommen. Wie es heute hieß, wurden zwölf Menschen leicht verletzt. Darunter acht Polizeibeamte. Sie klagten über Kopfschmerzen, Schleimhautreizung, Übelkeit und Schwindelgefühle. Zunächst hatten die Behörden von fünf Betroffenen gesprochen. Die Ursache für die unbeabsichtigte Reaktion von Chemikalien sei noch immer unklar, hieß es. Die Ermittler beschlagnahmten Frachtpapiere eines zuliefernden Betriebes. Zudem wurde eine Probe chemischer Rückstände entnommen. Die betroffene Anlage des Recyclingbetriebes ist seit Donnerstag wieder freigegeben. Wegen des beißenden Geruchs wurden am frühen Samstagmorgen die Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die angrenzende A 5 war zweieinhalb Stunden gesperrt. Insgesamt 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz. (mho)