Heidelberg: Falscher Polizist vor Gericht – Beweisantrag abgelehnt

Er soll einer Frau als falscher Polizist Schmuck, Münzen und Geld im Gesamtwert von 300 000 Euro abgeluchst haben. Wegen dieses Verdachts steht ein 30-jähriger Mann vor dem Landgericht Heidelberg. Heute wurde eigentlich das Urteil erwartet. Der Prozess wurde aber am Vormittag unterbrochen, weil ein Zeuge nicht erschien. Zuvor lehnte das Gericht einen Antrag der Verteidigung ab. Danach sollte das 64-jährige Opfer der Betrugsmasche die Stimme des Angeklagten aus mehreren vorgespielten Sprachproben heraushören. Das Gericht versprach sich davon allerdings keinen Erkenntnisgewinn. Der Klang einer Stimme könne situationsbedingt oder durch Krankheit verändert sein oder auch bewusst verstellt werden, begründete der Richter die Ablehnung. Der Angeklagte bestreitet die Vorwürfe und gibt an, zur Tatzeit in Nordrhein-Westfalen gewesen zu sein. (mho/dpa)