Heidelberg: Feldhamster sterben im Südwesten aus – Experten tagen in Heidelberg

Der Feldhamster stirbt aus – und zwar als nächstes in Baden-Württemberg. Das befürchten Forscher der Deutschen Wildtier Stiftung. „Es ist kurz vor Ultimo“, sagte der Biologe Peer Cyriacks vor einer Tagung von 90 Feldhamster-Forschern aus aller Welt in Heidelberg. Die Zahl der verbliebenen Hamster im Südwesten schätzte er auf höchstens hundert; bundesweit sollen es nicht mal mehr 100 000 dieser Tiere sein. Auch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) nannte die Situation „dramatisch“. Aktuelle Zahlen gebe es zwar nicht, aber sowohl die Verbreitung wie auch die Population gehe seit Jahren stetig zurück. „Wir sehen, dass dringend etwas getan werden muss.“ Das putzige Nagetier, bis in die 80er-Jahre hinein als Schädling in der Landwirtschaft verfolgt und gejagt, steht seit langem auf der Roten Liste bedrohter Tierarten. Die Internationale Arbeitsgruppe Feldhamster tagt alljährlich in verschiedenen Städten Europas. Von Freitag bis Sonntag wollen die Forscher unter anderem den Nutzen verschiedener Schutzmaßnahmen diskutieren. (dpa/lsw)