Heidelberg: „Frühling“-Künstler streamen Konzerte im Internet

Nach der Absage des Musikfestivals „Heidelberger Frühling“ mit mehr als 150 Veranstaltungen werden einige Konzerte wenigstens im Internet übertragen. Das teilten die Fetivalmacher um ihren Leiter Thorsten Schmidt heute mit. Den Anfang machen zwei Liveabende mit Pianist Igor Levit, der dem „Heidelberger Frühling“ seit Jahren als Künstlerischer Leiter der festivaleigenen Kammermusik Akademie und des kammermusikalischen Festivalschwerpunkts „Standpunkte“ aufs engste verbunden ist. Er wäre in diesen Tagen mit sechs Konzerten und als Akademie-Leiter in Heidelberg präsent gewesen.

Das erste Livestream-Konzert am morgigen Donnerstag, 26.3., um 19.30 Uhr bestreitet Levit gemeinsam mit der Cellistin Julia Hagen. Die 24-jährige Salzburgerin war im letzten Jahr Stipendiatin der Kammermusik Akademie des Heidelberger Frühling und wäre in der diesjährigen Festivalausgabe Kammermusikpartnerin von Igor Levit gewesen. Auf dem Programm stehen Johannes Brahms‘ Sonate Nr. 1 e-Moll op. 38 und Ludwig van Beethovens Sonate Nr. 3 A-Dur op. 69. Die beiden Künstler führen zu Beginn der Liveübertragung kurz in die Werke des Abends ein.

Am Freitag 27.03., ebenfalls live ab 19.30 Uhr, widmet sich Igor Levit einem der größten und herausforderndsten Solowerke des 21. Jahrhunderts – den 24 Präludien und Fugen von Dmitri Schostakowitsch, die auch im diesjährigen Festival zu hören gewesen wären. Auch hier stimmt der Künstler des Abends zu Beginn auf das Programm ein. Der etwa dreistündige Livestream beinhaltet eine kurze Konzertpause, in der Igor Levit im Pausengespräch mit Festivalintendant Thorsten Schmidt zu erleben ist.

Die Live-Konzerte werden den Angaben zufolge aus Räumen der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin übertragen. (mho)