Heidelberg: Gastronomie-Öffnung verhalten angelaufen – Seit heute gelten weitere Corona-Lockerungen

Bei regnerischem Wetter ist die Öffnung von Restaurants und Cafés in Heidelberg eher verhalten angelaufen. Einige Betriebe waren noch zu, andere gingen mit verringerter Außenbestuhlung an den Start. Die Bestellung von Getränken gestaltete sich für einige Gastwirte schwierig. Mehr Menschen als sonst zu Pandemie-Zeiten bummelten durch die Stadt am Neckar, zu Gedränge kam es aber nicht. Heidelberg gehört zu den Kommunen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100 000Einwohner an mindestens fünf Tagen hintereinander. Diese dürfen ihre Gastronomie wieder hochfahren.

Weitere Regionen könnten in der kommenden Woche folgen, darunter der Rhein-Neckar-Kreis und auch der zu Hessen gehörige Kreis Bergstraße. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband warnte vor einem „Landkreis-Hopping“ wegen der sehr unterschiedlichen Inzidenzen. Heidelberg liegt aktuell bei einem Wert von 58,2. Oberbürgermeister Eckart Würzner (parteilos) sagte zum Start in der Universitätsstadt: „Wir freuen uns alle, dass es wieder losgeht. Das ist eine tolle Perspektive, aber auch eine riesige Herausforderung für Gastronomie und Hotellerie und eine große Verantwortung für uns alle.“

Mit den Öffnungsschritten verbunden sind auch Schwierigkeiten: Die Gastronomen müssen genügend Mitarbeiter für Küche und Service zurückholen, um überhaupt öffnen zu können. Vor Corona hatten sich in Heidelberg Studierende mit Kellnern ein Zubrot verdient; doch viele von ihnen sind wegen des rein digitalen Studiums wieder nach Hause gezogen und stehen nicht zur Verfügung. Andere Mitarbeiter haben sich in den Einzelhandel verabschiedet. (mho/dpa9