Heidelberg: Gericht stoppt Bekanntgabe von Untersuchungsergebnissen nach Bluttest-Affäre an Uni-Klinik

In der Heidelberger Bluttest-Affäre um den Chef der Universitäts-Frauenklinik konnte die externe Untersuchungs-Kommission ihren Abschlussbericht nicht wie geplant vorlegen. Grund sei eine von Prof. Christof Sohn beantragte einstweilige Anordnung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe, hieß es. Daraufhin musste eine für heute geplante Pressekonferenz kurzfristig abgesagt werden. Mit der Anordnung werde es der Uni-Klinik vorläufig untersagt, sich zu wesentlichen Ergebnissen der Sachverhaltsaufklärung zu äußern, soweit sie die Person Sohns und das gegen ihn geführte Disziplinarverfahren betreffen, hieß es zur Begründung. Laut Gericht sind die gegen Sohn erhobenen Vorwürfe noch nicht gesichert. Der Mediziner hatte im Februar einen Bluttest zur Erkennung von Brustkrebs vorgestellt – zu früh und entgegen zahlreicher Bedenken. Das Uniklinikum prüft nach eigenen Angaben rechtliche Mittel gegen die gerichtliche Anordnung. (mho/dpa)