Heidelberg: Google muss Link löschen

Der Internetriese Google muss einen Link löschen, der die Persönlichkeitsrechte einer Unimitarbeiterin verletzt. Das entschied das Heidelberger Landgericht in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil vom 9. Dezember 2014. Wer bei der
Internetsuchmaschine den Namen der Klägerin eingebe, bekomme als erstes Ergebnis den Link zu einem Artikel, in dem die Frau als Islamhasserin und Rassistin beschimpft werde, heißt es in der Begründung. Darin werde auch der Arbeitsplatz der Frau genannt, ihr Arbeitgeber aufgefordert, ihr zu kündigen.  Es gebe keine Aussagen der Klägerin, die den Inhalt des Artikels und die Anschuldigungen rechtfertigten, urteilte das Gericht. Das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Veröffentlichung des Artikels stehe in keinem Verhältnis zu dem Persönlichkeitsschaden, den der Artikel anrichten könne. Der Bericht sei geradezu darauf angelegt, die Klägerin zu brandmarken und sozial auszugrenzen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Google hat nach Angaben eines Gerichtssprechers Berufung eingelegt. dpa/feh