Heidelberg: „Hostess“ wegen Erpressung eines Kunden vor Gericht

Eine „Hostess“ soll einen Kunden um 70.000 Euro erpresst haben. Die 50-Jährige muss sich vor dem Heidelberger Amtsgericht verantworten. Laut Anklage hatte sie den älteren Herrn mehrmals zu Hause besucht. Auf dessen Wunsch hin sollte die Dame künftig nur noch ihm zu Diensten sein, was sie angeblich auch versprach. Da der Senior dies jedoch bezweifelte, brachte er an deren Auto einen GPS-Tracker an, um zu kontrollieren, wo sie überall unterwegs ist. Die Hostess soll dies bemerkt und den Mann darauf mit ihrer mitangeklagten Tochter aufgesucht haben. Laut Staatsanwaltschaft forderte sie von ihm 70.000 Euro, sonst werde sie Anzeige erstatten. Er müsste dann eine erhebliche Geldstrafe zahlen und würde zudem seine Pensionsansprüche verlieren. Der eingeschüchterte Mann soll den Betrag gezahlt haben. Die Öffentlichkeit wurde zu Beginn des Prozesses für die gesamte Dauer ausgeschlossen. In dem Verfahren würden „sehr private Details“ zur Sprache kommen, sagte der Richter. Er folgte damit dem Antrag des Anwalts des mutmaßlich Geschädigten.  (uw)