Heidelberg: Krebserkrankungen in Deutschland nehmen weiter zu

In Deutschland leben aktuell etwa 3,5 bis 4 Millionen Menschen mit Krebserkrankung oder mit überstandener
Krebserkrankung. Prognosen zufolge wird diese Zahl in den kommenden 20 Jahren auf bis zu fünf bis sechs Millionen steigen, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum DKFZ anlässlich des Weltkrebstags im Februar in Heidelberg mitteilte. Grund ist vor allem das Altern der Generation der sogenannten Baby Boomer – so bezeichnen Statistiker in
Deutschland die geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1955 bis 1969. Etwa 35 Prozent aller Krebspatienten in Deutschland sind dem DKFZ zufolge im berufsfähigen Alter – also zwischen 15 und 65 Jahren. Im Durchschnitt nehmen 62 Prozent der Betroffenen den Angaben zufolge nach Abschluss der Therapie ihre Berufstätigkeit wieder auf. Die
Wahrscheinlichkeit dafür hänge vom Bildungsstatus und von der Art des Berufs ab. Experten raten, Ärzte sollten geheilten Krebspatienten mit Sensibilität begegnen, aber nicht mit übertriebener Zurückhaltung. Nicht all diese Menschen seien gleich schwer traumatisiert. dpa/feh