Heidelberg/Landau: Zoos fürchten um Zukunft – Monatlicher Verlust durch Schließung geht in die Hunderttausende

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu dämpfen, baut der Heidelberger Zoo auf die Hilfe der Stadt. Die Anlage müsse in den nächsten zehn Jahren im städtischen Fokus stehen, fordert Zoodirektor Klaus Wünnemann. Er beziffert den monatlichen Verlust durch die corona-bedingte Schließung auf 500 000 Euro. Die Rücklagen des Zoos seien Ende Juli aufgebraucht. Geplante Projekte wie das neue Flamingohaus und die Außenanlage für die Gorillas könnten deshalb voraussichtlich nicht realisiert werden. Der Zoo benötige kurzfristig einen Ausgleich für fehlende Einnahmen. Auch der Landauer Zoo beklagt monatliche Verluste im sechsstelligen Bereich. Auf der Suche nach Einnahmequellen appelliert er, Tierpatenschaften zu übernehmen. Der Verband der Zoologischen Gärten hat bereits ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro für mehr als 50 Zoos in Deutschland gefordert. (mho)