Heidelberg/Mannheim: Land plant kein Ankerzentrum

Baden-Württemberg wird Flüchtlinge nicht wie Bayern von diesem Mittwoch an in Ankerzentren aufnehmen. „Es ist nicht beabsichtigt, dass man aus dem Ankunftszentrum in Heidelberg ein Ankerzentrum macht“, sagte ein Sprecher von Innenminister Thomas Strobl (CDU) in Stuttgart. Bayern ist das einzige Bundesland, das vom 1. August an „Ankunfts-, Entscheidungs- und Rückführungszentren“ (Ankerzentren) in Betrieb nimmt. Das Innenministerium in Stuttgart hat eine Machbarkeitsstudie für eine Verlagerung des Ankunftszentrums von Heidelberg in die Coleman Barracks in Mannheim in Auftrag gegeben. Die US-Einrichtung wird laut Ministerium in einem „absehbaren Zeitraum“ zumindest zum Teil von den Amerikanern geräumt. Ziel sei, noch in diesem Jahr zu entscheiden, ob die Kaserne nutzbar ist und – im Falle eines Beschlusses zugunsten Coleman Barracks – einen Zeitplan für die Verlagerung vorzulegen. Die Stadt am Neckar will mittelfristig die Fläche des Ankunftszentrums in der ehemaligen US-Siedlung Patrick-Henry-Village selbst nutzen. (mho/dpa)