Heidelberg: Mutmaßlicher Fälscher von Autodokumenten Anfang März vor Gericht

Ein mutmaßlicher Urkundenfälscher soll in mehr als 100 Fällen falsche Dokumente für teure Autos hergestellt und verkauft haben. Der Mann muss sich vom 6. März an vor dem Heidelberger Landgericht verantworten, wie die dortige Staatsanwaltschaft mitteilte. Er soll unter vielen falschen Namen agiert haben. Die Dokumente wirkten, als handele es sich um Autos, die von den USA nach Europa importiert worden waren. Der Angeklagte soll sich so mehr als eine halbe Million Euro ergaunert haben. Als seine Wohnung und sein Büro in Berlin durchsucht wurden, fanden die Ermittler viele Beweismittel. Er verkaufte die Dokumente den Angaben zufolge über mehr als vier Jahre an Autobesitzer, in der Regel für Beträge zwischen 6000 Euro und 7500 Euro. Laut Anklägern gelang es ihm zudem, bei mehreren Behörden nach Vorlage der Dokumente deutsche Zulassungspapiere für die Wagen zu bekommen. Vielfach handelt es sich nach Überzeugung der Ermittler um gestohlene Autos.   Mit seinen Käufern soll der Mann über Inserate in Internetportalen Kontakt aufgenommen haben. Die Anklagebehörde ermittelt seit Ende 2013 gegen ihn. Seit September 2014 sitzt er in Untersuchungshaft. (jos)