Heidelberg: Neuer Corona-Gurgeltest kommt an der Universität zum Einsatz

Im Rahmen einer Studie testet die Universität Heidelberg ein Corona-Gurgeltest, der am Zentrum für Molekulare Biologie entwickelt wurde. Wie es heißt, wollen die Forscher ein Testverfahren entwickeln, das bei Präsenzprüfungen und Präsenzveranstaltungen genutzt werden soll. Es basiert auf einer Gurgelprobe mit einer Kochsalzlösung und einem Nachweis der
viralen SARS-CoV-2-RNA mittels einer isothermalen enzymatischen Reaktion. Die Proben können mithilfe einer Robotik-Plattform in einer experimentellen Teststation, die das Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg zusammen mit der Virologie aufgebaut hat, innerhalb von circa acht Stunden ausgewertet werden. Das Testverfahren ist für Forschungszwecke zugelassen, aber noch nicht zertifiziert und daher nicht kommerziell erhältlich. Mit dem Test können Personen bereits zwei bis drei Tage nach erfolgter Ansteckung identifiziert werden. Zudem lässt sich das Virus noch einige Zeit nach der Infektion nachweisen, so dass sich auf diese Weise auch effizient Infektionsketten aufdecken lassen.
Sofern die Kapazitäten der Teststation es erlauben, kann das Testverfahren darüber hinaus auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Universität zur Verfügung gestellt werden. (hd/cj)