Heidelberg: Nobelpreisträger Harald zur Hausen ist Ehrenbürger der Stadt

Heidelberg hat den Medizin-Nobelpreisträger Harald zur Hausen (81) zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. „Lebensleistungen wie Ihre sind es, die unsere Stadt als Wissenschaftsstadt weltbekannt gemacht haben“, sagte Oberbürgermeister Eckart Würzner am Abend während einer Zeremonie in der Neckarstadt.

Der 1936 in Gelsenkirchen geborene Forscher hatte 2008 den Nobelpreis erhalten, weil er den Zusammenhang von Viren und Gebärmutterhalskrebs entdeckte. Die Erkrankung gehört bei Frauen zu den häufigsten Krebsarten. Seit 2006 gibt es einen Impfstoff dagegen. Die Laudatio auf den neuen Ehrenbürger hielt Bernhard Fleckenstein, früher Leiter des Instituts für Klinische und Molekulare Virologie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Zur Hausen trug sich anschließend ins Goldene Buch ein und dankte in einer Rede für die Ehrung. Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste städtische Auszeichnung.

Zur Hausen studierte Medizin in Bonn, Hamburg und Düsseldorf und arbeitete unter anderem in Philadelphia und Würzburg. 1977 wurde er auf den Lehrstuhl für Virologie an die Universität Freiburg berufen, ehe er 1983 an das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg wechselte. 2004 erhielt er das Große Bundesverdienstkreuz. (dpa/lsw/asc)