Heidelberg: Opfer mit Tritten auf Kopf malträtiert – Prozess am Landgericht

Acht junge Männer, die im vergangenen Jahr einen damals 36-Jährigen fast zu Tode getreten oder dabei zugeschaut haben sollen, müssen sich seit Montag vor Gericht verantworten. Laut Anklage am Landgericht ist im August 2018 in der Heidelberger Innenstadt eine verbale Auseinandersetzung eskaliert. Die mutmaßlichen Täter drohten demnach dem späteren Opfer und seinem 31-jährigen Begleiter sie „abzustechen“. Die mutmaßlichen Täter, die zwischen 1997 und 2002 geboren wurden, stellten laut Anklage dem 36-Jährigen ein Bein, so dass dieser stürzte. Vier von ihnen attackierten den am Boden liegenden demnach mit äußerster Gewalt. Sie hätten ihn mit wuchtigen Tritten ins Gesicht und Kopf verletzt, stampfend oder aus vollem Lauf. Das Brechen der Schädelknochen sei dabei zu hören gewesen, hieß es in der Anklageschrift weiter. Der auf den ersten Blick zumindest körperlich wiederhergestellte Mann folgte als Nebenkläger der Verhandlung im Gerichtssaal. Die anderen vier Angeklagten standen während des brutalen Angriffs wenige Meter entfernt, ohne einzugreifen. Damit haben sie laut Anklage die Schläger unterstützt und billigend in Kauf genommen, dass das Opfer zu Tode kommt. (mf/lsw)